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Wie lange dauert eine Psychotherapie?

Eine Frage, die ich als Therapeutin bereits beim Erstgespräch aufgreife - entweder, weil danach gefragt wird, oder weil ich es als wichtig erachte, über den Rahmen der Psychotherapie zu sprechen. Des dieser gibt einen gewissen Halt und einen Überblick - auf was darf ich mich einstellen? Doch eine pauschale Antwort, die auf jeden Patienten*Patientin zutrifft gibt es nicht. Doch ich versuche so drauf einzugehen:

Psychotherapie ist eine Form der Therapie, die sehr individuell an die Person "angepasst" wird. In den ersten Stunden wird versucht gemeinsam ein Bild der Lage zu gestalten...wohin gehen wir gemeinsam? wie schauen wir beide gemeinsam auf dein Leben? Ein erster Eindruck ergibt sich natürlich schon im Erstgespräch, in dem unter Anderem das Anliegen und die definierten Ziele besprochen werden. 

Es kann sein, dass das Anliegen bereits in ein paar Einheiten erarbeitet werden kann, oder dass man sich etwas mehr Zeit dafür nehmen möchte...beispielsweise um zu lernen, sich gut zu reflektieren und zu spüren...wenn beispielsweise eine Persönlichkeitentwicklung oder Selbsterfahrung gestartet wird. 

Dann ist die Dauer selbstverständlich abhängig davon, wie schwerwiegend die Symptomatik ist. Eine schwere Depression oder Persönlichkeitsstörung benötigt mehr Zeit. Die Zeitspanne ergibt sich auch noch daraus, wie gut eine Person auf die Psychotherapie anspricht - ob sie freiwillig gemacht wird, oder ob es (unbewusste) Widerstände gibt. Dann ist eine gute Erwärmung bzw. eine Beziehungsarbeit zwischen Therapeut*in und Klient*in wichtig, damit ein (guter) Prozess in die Wege geleitet wird. Denn wie im Blog-Beitrag "Welche Psychotherapeut*in passt zu mir?.." und diversen Studien zur Wirksamkeit der Psychotherapie ist die Beziehung eine der wichtigsten Faktoren. 

Aber nun wieder zur Dauer einer Therapie: es ist schwierig dies pauschal zu beantworten von kann von 1 - 80 Einheiten oder mehr dauern. Studien zufolge liegt die optimale Dauer einer Psychotherapie zwischen 4 und 24 Einheiten. (siehe Link weiter unten) 

Ich empfehle: ohne Druck und somit weniger Produktion von Stresshormonen ist es nachhaltiger und auch "einfacher" sich zu entwickeln und das Therapieanliegen zu bearbeiten :-) 

 

PS: Über die Teilrückerstattung durch die Krankenkasse und wie ein Antrag für eine Stundengenehmigung erfolgt, bericht ich in einem weiteren Blog-Beitrag. 

https://www.spektrum.de/news/wie-lange-sollte-eine-psychotherapie-dauern/1626860 

Enthaltene Themen:

PsychotherapieSelbsterfahrung

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